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Wenn am morgenigen Samstag um 19.30 Uhr in Gustorf das letzte Saisonspiel der Elephants angepfiffen wird, hat sich ein hochkarätiges Publikum in der Großsporthalle eingefunden. Neben Bürgermeister Klaus Krützen, der gemeinsam mit Josef Zanders einige Schulen und Vereine mit tollen Sachspenden beglücken wird, werden auch die Mitglieder des Grevenbroicher Netztwerktreffens der Begegnung der heimischen Korbjäger gegen Telekom Bonn beiwohnen.
Gemeinsam mit den EleFans will man ein letztes großes Basketballfest dieser außerordentlich erfolgreichen Spielzeit feiern und gespannt darf man neben dem Ausgang des Spiels auch darauf sein, welcher Akteur der Oehmen-Truppe zum MVP (wertvollsten Spieler) der Saison gekührt wird.

Ist es Pointguard Farid Sadek, der als Dauerbrenner das Team Woche für Woche antreibt?
Oder Center Lennard Jördell, der nach dem Abgang von Jasper Chiwuzie die Sache unter den Körber ganz alleine gestemmt hat?
Oder Femi Oladipo, der nur als Aushilfskraft eingeplant war, dann aber in Personalunion den Job der beiden Stammkräfte Mostafa/Penner perfekt erledigt hat?
Oder doch Marko Boksic, der in seinem dritten Jahr an der Erft den Sprung vom talentierten Youngster zum wichtigen Stammspieler bravourös gemeistert hat.
Die Entscheidung wurde im Laufe dieser Woche vom Vorstand sowie dem Trainerteam Oehmen/Bennett bereits getroffen und die Ehrung wird vor dem Sprungball vorgenommen.
 
Das Team ürde sich über einen gut gefüllten Elephants Dome zum Saisonabschluss sehr freuen und seien wir ehrlich, die Jungs hätten das auch verdient.


 
 
 

Das letzte Auswärtsspiel der Saison führte die Elephants am ungewohnten Freitag Abend nach Hagen, wo die heimische BG als Tabellenzweiter als Gegner wartete. Gespielt wurde in der Bundesliga Spielstätte des vor wenigen Monaten konkurs gegangenen BBL Clubs Phönix Hagen. Doch die Ischelandhalle war mit 650 Zuschauern überraschenderweise nicht so gut besetzt, obwohl die Gastgeber noch die theoretische Möglichkeit auf die Meisterschaft besessen haben.
Die Hausherren legten dann auch mit einem unglaublichen Tempo los. Das Mittelfeld wurde bei eigenen Angriffen extrem schnell überbrückt und in der Verteidigung ging man höchst motiviert zur Sache. Schnell führte die BG mit 5:2, doch nach vier Minuten hatten die Dickhäuter zum 8:8 ausgeglichen. Kurz vor dem Ende des ersten Spielabschnitts stand es immer noch unentschieden (14:14), aber der bärenstarke Lennard Jördel, sowie ein Bennett Dreier sorgten für eine 15:20 Führung nach Beendigung des ersten Viertels.

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Als hätte es der Coach geahnt. Bereits Mitte der Woche sprach er im NGZ Interview von einem ganz schweren Spiel, weil es nach so einer denkwürdigen Basketball Schlacht wie zuletzt gegen Ibbenbüren besonders schwer sei, sich auf das kommende Spiel zu fokussieren. Als Hartmut Oehmen dies sagte wußte er noch nicht, dass sich sein Pointguard Farid Sadek mit einem Holzsplitter im Auge ab mittwoch Abend krank melden und Topscorer Marko Boksic am Spieltag aufgrund einer Grippe um mögichst wenige Minuten bitten würde.
Marko konnte zwar dazu bewegt werden, in der Starting Five aufzulaufen, aber Farid nahm aus Sicherheitsgründen erst einmal auf der Bank platz und man hoffte, den Aufbauspieler komplett schonen zu können. Da auch bei Salzkotten Bryce Leavitt verletzt fehlte, sah es zumindest vor dem Anpfiff dann doch nicht ganz so düster aus, doch schon nach wenigen Minuten trauten die Fans auf den Rängen ihren Augen nicht. Nach der kurzzeitigen Führung durch Lukas Kazlauskas zum 2.0  war es dann auch der Litauer, der seinen direkten Kontrahenten Alan Boger innerhalb von drei Minuten dreimal sträflich frei aus der Distanz zum Wurf kommen ließ. Der Gäste Shooter, der bereits in der Vorwoche gegen Münster 22 Punkte erzielt hatte, traf alle drei Distanzwürfe und die Gäste führten mit 2:10. Kazlauskas durfte folgerichtig sofort auf der Bank Platz nehmen und für ihn kam Simon Bennett, der bereits in Salzkotten lange auf dem Feld gestanden hätte. Der Kapitän übernahm die Rolle des Spielmachers, doch die pomadig wirkende Verteidigung kam nach wie vor stets einen Schritt zu spät und vorne verlegte man durch die Bank selbst einfachste Würfe. Boger traf seinen vierten Dreier aus einem Fastbreak heraus, doch diesmal hatte Simon zumindest eine Antwort parat indem er ebenfalls von jenseits der Dreierlinie zum 9:15 traf. Die Wende leitete dieser Treffer jedoch nicht ein. Nun traf Finke zweimal in Folge und zum Abschluss des Viertels traf Boger seinen fünften Dreier bei 5 Versuchen zum 11:22.

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Die NGZ titelte in ihrer Ausgabe am Montag "Basketball Fest im Elephants Dome" und schrieb von einem "mitreißenden Mix aus All-Star-Game und hoch intensiver Play-off-Schlacht". Unser Coach brachte es mit den Worten: "Ein richtig geiles Spiel" etwas knackiger auf den Punkt und die Zuschauer verabschiedeten ihre Protagonisten nach dem Schlußpfiff mit stehenden Ovationen.
Solche Lobeshymnen kommen ja schon mal vor, aber nach einer Niederlage sind sie halt eher ungewöhnlich.
Doch es war halt eine Niederlage, die am Ende nicht wirklich jemanden interessierte - zu beeindruckend war die zuvor gesehene Leistung beider Teams beim 100:105 Offensiv-Spektakel gewesen.
Aber erzählen wir die Geschichte der Reihe nach:

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