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Im Jahre 1983 wird die Basketball-Sportgemeinschaft Blau-Weiß Grevenbroich e.V. gegründet und der 1. Herren Mannschaft gelang auf Anhieb der Meistertitel in der 2. Kreisklasse. Gleich im ersten Jahr des Vereinsbestehens begann also der Aufstieg, der später bis in die 2. Bundesliga führen sollte, aber dazu kommen wir noch.
Zuerst einmal bleibt festzuhalten, dass sich die Schlossstädter bereits in Ihrer Premieren-Saison in Ihrer Liga mit 22:2 Punkten durchsetzen konnten und somit den Aufstieg in die 1. Kreisklasse sicherstellten.

1989 - inzwischen war man in die Bezirksliga aufgestiegen - gelang es dem Vorstand, den 102-fachen ungarischen Nationalspieler Laszlo Lang  als Spielertrainer zu verpflichten. Während seines Engagements glückte der Aufstieg in die Landes- und später sogar in die Oberliga. 

Ein wichtiger sportpolitischer Schritt wurde im Jahre 1996 vollzogen, denn die Elephants fusionierten mit den 1978 gegründeten Ortsrivalen BSV Grevenbroich von dem sich die Dickhäuter ja 1983 abgespalten hatten.

Parallel sollte die Erfolgsgeschichte mit Basketballern aus Ungarn weitergehen. Mit Aufbauspieler Zoltán Nagy, ebenfalls mehrfacher Nationalspieler und Trainer Istvan Kozocsa gesellten sich zwei weitere Magyaren hinzu.
In der Saison 1997/1998 gelang dem Team der Aufstieg in die 2. Regionalliga und 1999 gelang den Verantwortlichen des Vereins dann ein ganz großer Coup: Denn mit dem 55-jährigen Dr. Mathyas Ranky konnten die Elephants den ehemaligen ungarischen Nationaltrainer als Coach verpflichten und dieser etablierte passend zum sportlichen Aufstieg professionelle Strukturen im Verein. Neben der Betreuung einiger Jugendmannschaften nahm sich der promovierte Coach auch dem Schulprogramm an, wodurch man talentierte Jugendliche frühzeitig sichtete.

Im Mai 2001 standen die Elephants zum ersten Mal in ihrer jungen Vereinsgeschichte am Scheideweg. Nach dem knapp verpassten Ziel, dem Aufstieg in die 1. Regionalliga, verließ Trainer Rànky den Verein wieder Richtung Ungarn.

Zu dieser Zeit bot sich die Gelegenheit, eine Spielgemeinschaft mit Maccabi Düsseldorf (damals 1. Regionalliga) einzugehen. Das Ziel beider Seiten war es, ein schlagkräftiges Team für die 1. Regionalliga, mit Perspektiven für einen weiteren mittelfristigen sportlichen Aufstieg, zu formen.

Der damalige Vorsitzende und Maccabi Trainer Raphael Wilder sah für seinen Düsseldorfer Verein auf sich allein gestellt keine wirklichen Perspektiven mehr und auch die Elephants stagnierten etwas in Ihrer Entwicklung. Durch die Gründung und sofortige Widerauflösung besagter Spielgemeinschaft ging das Startrecht für die 1. Regionalliga wie zuvor vereinbart auf die Elephants über und Maccabi verfolgte von nun an den reinen Breitensport Gedanken.

Trainer der neuen Grevenbroicher Mannschaft wurde Raphael Wilder. Der Israeli hatte Maccabi zuvor von der Oberliga in die 1. Regionalliga geführt und brachte einen Großteil seiner ehemaligen Spieler aus Düsseldorf mit in die Schlossstadt. Das neuformierte Team machte sich in seinem ersten Jahr in der 1. Regionalliga als Favoritenschreck einen Namen und belegte zum Abschluss einen guten vierten Platz.

In der Saison 2002/2003 sollte dann der ganz große Wurf gelingen – ohne dass dies das erklärte Ziel der Grevenbroicher gewesen wäre. Es gelang Trainer Wilder, in akribischer Kleinarbeit ein Team zu formen, das die Liga dominierte. Neben den beiden überragenden Nordamerikanern Whitney Harris (Kanadier, Center) und Aufbauspieler John Bynum (USA) gelang es Wilder, mit jungen Leuten den Aufstieg in die 2. Bundesliga zu realisieren. Mit der stolzen Bilanz von 48:04 Punkten war man in Deutschlands zweithöchster Spielklasse angekommen und den krönenden Abschluss bildete der Gewinn des WBV-Pokals im Finale gegen den TV Salzkotten. 

Dieser Erfolg hatte auch auf das Zuschauerinteresse einen großen Einfluss. Zu den Heimspielen pilgerten im Schnitt zwischen 750 und 900 Zuschauern. In den Spitzenspielen war der altehrwürdige “Elephants-Dome” mit 1000 Zuschauern restlos ausverkauft. Die Heimspiele der Elephants waren zu einem richtigen Event geworden.

Für den reibungslosen Ablauf der Heimspiele und die organisatorischen Fragen im Verein zeichnet sich der AKÖ (Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit) verantwortlich. Ab März 1999 lag die Organisation der Heimevents, Auswärtsfahrten und sonstiger Aktivitäten fest in der Hand des AKÖ. Auch war der Arbeitskreis immer zu Stelle, wenn im Vereinsleben sonstige Hilfe benötigt wurde. Die Namen Frank Schneeweiß und Siegfried Janke sind hier als Köpfe eines 20 Mann starken Mitarbeiterstammes besonders hervorzuheben. Ebenfalls zu erwähnen sei hier der Elephants Fanclub "Der Harte Kern", der von Fan-Einpeitscher Tiger-Horst angeführt wurde.

Angesichts des höheren Etats, der in der 2. Bundesliga benötigt wird,  geht es für die Elephants in Liga Zwei stets “nur” um den Klassenerhalt. Nachdem in der Spielzeit 2003/2004 der Klassenverbleib erst am letzten Spieltag gesichert wurde, gelang die “Rettung” in der Saison 2004/2005 bereits frühzeitig. Mit einem hervorragendem 9. Platz erreichte man das bisher beste Ergebnis der Vereinsgeschichte.

In der dritten Zweitliga Saison hießen die beiden Nordamerikaner Rico Grier und Whitney Harris und das Duo führte die Elephants erneut zum Klassenerhalt. Dieses Ziel konnte frühzeitig erreicht werden. Mehrmals konnte man mit Großen der Liga mithalten und sie ein wenig “ärgern”, auch wenn man am Ende das Spielfeld stets als Verlier verließ. Nach 30. Spieltagen stand dann ein 12. Platz zu Buche.

Die Saison 2006/2007 war die vierte Spielzeit in der 2. Bundesliga und es sollte vorerst auch die letzte sein. Erneut gingen die Elephants  mit Center Whitney Harris an den Start und ihm zur Seite stand mit Anthony Williams ein zweiter US Import, der jedoch die Erwartungen nicht erfüllen konnte.  Ab dem 18. Spieltag wurde er durch Wayne Nelson ersetzt, nachdem ab dem 5. Spieltag bereits der griechische Profi Loukas Lazoukits sowie ab dem 15. Spieltag Marin Petric verpflichtet worden war.
Doch auch vier Profis im Trikot der Dickhäuter konnten den Abstieg der Elephants nicht verhindern. Nach 30. Spieltagen standen nur sieben Siege zu Buche, so dass man den Gang in die Regionalliga antreten musste.
Doppelt bitter wurde der Abstieg durch die Neustrukturierung der Ligen. Aus der 2. Basketball-Bundesliga (Nord/Süd) entstand eine Pro A und Pro B (beide Deutschlandweit), so dass man im Grunde gleich zwei Ligen nach unten gereicht wurde.

Direkt nach Saisonende entschloss man sich für ein “Neuanfang” und verlängerte den Vertrag des langjährigen Coaches Raphael Wilder nicht. Neuer Coach wurde Heimo Förster (ehemaliger BBL-Coach, Bayer Giants Leverkusen), der einen Zweijahresvertrag unterschrieb.
Förster verpflichtete einige Deutsche Nachwuchstalente, die zusammen mit altbekannten Gesichtern, das neue Team bilden. Kopf der Mannschaft sollte Chuck Evans werden, doch dieser bittete aus privaten Gründen kurz vor Saisonbeginn um Auflösung seines Vertrags. Als Neuverpflichtung präsentierte man Brian Graves und am Ende reicht es zu einem unerwartet guten zweiten Platz.

Die Saison 2008/2009 begann dann eigentlich sogar besser als die letzte aufgehört hatte, denn mit der Konstantin Gruppe konnten die Elephants einen Namenssponsor präsentieren, der einen lukrativen 2 Jahres Vertrag mit den Rüsseltieren abgeschlossen hatte. Auf dem Spielfeld machte Chris Rodgers eine gute Figur und auch die übrigen 3 US Spieler erfüllten Ihre Erwartungen. Die Saison verlief recht erfolgreich und am Ende belegte man erneut Platz 2.

Entsprechend motiviert ging man in der kommenden Spielzeit zu Werke. Diesmal sollte es für den Titel reichen. Mit Rückkehrer Brian Graves und Cayole hatte man zwei ausgezeichnete Amerikaner und da der Rest des Teams beinahe aus gut ausgebildeten Ex-Leverkusenern bestand, gehörte man auch zum Kreis der Favoriten.
Anfänglich war dann aber noch reichlich Sand im Getriebe der Schloßstädter, doch nach der Winterpause kam das Team immer besser in Tritt und in einem tollen Schlussspurt konnte man gar den Kontrahenten aus Wulfen in fremder Halle besiegen. Man hatte die Rückkehr in die 2. Bundesliga endlich erreicht.
Doch zur großen Enttäuschung von Mannschaft und Fans nahm der Verein den Aufstieg nicht wahr und ließ dem Tabellenzweiten Wulfen den Vortritt. Laut Aussage des Vorstands sei die entstandene Deckungslücke in Höhe von 50.000 Euro nach dem Ausstieg der Konstantin-Gruppe als Namenssponsor nicht zu schließen gewesen. Für kurze Zeit bestanden sogar Zweifel daran, ob die Elephants in der kommenden Spielzeit überhaupt in der Regionalliga antreten würden, doch Trainer, Vorstand und Sponsoren hielten dem Verein die Treue und es sollte weiter gehen.

Sparen war nun angesagt und da kam dem Verein die freiwillige Ausländer-Beschränkung der Liga gerade recht, die besagte, dass stets 3 deutsche Akteure auf dem Feld sein sollten. Nicht alle Clubs hielten sich an diese Regelung, da sie eindeutig gegen geltendes EU Recht verstieß, aber die Elephants waren voll im Trend, indem sie in der Saison 2010/2011 auf die deutsche Karte setzten. Der leeren Vereinskasse tat diese Politik gut, doch den Zuschauern fehlte die Attraktivität und hinzu kam natürlich die Enttäuschung über den nicht wahrgenommenen Aufstieg in die 2. Liga. Die Saison der Konsolidierung endete im Mittelfeld der Tabelle auf Platz 7.

Nur gut 12 Monate nach dem finanziell bedingten Verzicht auf Bundesliga Basketball rief man das "Projekt 2013" ins Leben. Man wollte finanziell und sportlich die Weichen wieder in Richtung 2. Bundesliga stellen und somit gehörte auch der propagierte "deutsche Weg" der Vergangenheit an. Mit Antonio Houston verpflichtete man wieder einen US-Profi und mit Thomas Ble wurde sogar ein "zweiter Amerikaner" - allerdings mit Norwegischem EU Pass - nach Grevenbroich geholt.
Doch der erhoffte Erfolg blieb aus. Ble erwieß sich als Fehlgriff und immer wieder hatte das Team mit Verletzungen zu kämpfen. Die Zuschauer blieben fern und der Zuschauerschnitt von unter 300 war der niedrigste seit Oberligazeiten. Ble mußte Weihnachten gehen und der Rest schaffte dank 5 Siegen aus den letzten 5 Spielen noch gerade einen halbwegs versönlichen 5 Platz.
Das "Projekt 2013" war in weite Ferne gerückt und in der Jahreshauptversammlung verkündete man aufgrund einer Unterdeckung Etat- Einsparungen für die kommende Saison von rund 35%. Trainer Heimo Förster bittet den Club um Auflösung seines noch ein Jahr laufenden Vertrages, um in die ProB nach Wulfen wechseln zu können. Der Verein steht am Scheideweg, was Leistungssport in Grevenbroich anbelangt.

Eine schnelle Entscheidung, was die Nachfolge des scheidenden Trainers anbetraf war daher wichtig und nur wenige Tage später präsentieren die Elephants mit Hartmut Oehmen ein in der Szene bekanntes Gesicht. Als "Macher" hat er die Krefeld Panthers und später die Willich Wildcats im Alleingang auf der Basketball Bühne etabliert. Schafft er es auch, das "zuletzt in gefährlicher Schieflage herumdümpelnde Elephants-Schiff wieder flott zu machen" ? (Zitat NGZ)
Bereits nach einem Jahr konnte man diese Frage uneingeschränkt mit "Ja" beantworten. Unter dem Motto "Back to Emotion" kehrten Leidenschaft und Fans in den Elephants Dome zurück. Der Zuschauerschnitt wurde auf Anhieb verdoppelt und in der Saison 2013/2014 holten die Dickhäuter nach 11 Jahren endlich wieder einen Titel. Denn nach zwei siegreichen Duellen gegen die Rheinstars Köln sicherte man sich den WBV Pokal. In der dritten Spielzeit unter dem neuen Coach hatte man gegen die finanziell hoch überlegenen Teams aus Schalke und Köln keine echte Chance und im Pokal war im Halbfinale leider Endstation.
Die Saison 2015/2016 wird als "Seuchenjahr" in die Geschichte eingehen, denn nie zuvor in der Historie der Dickhäuter musste eine erste Mannschaft mehr Verletzungen ertragen. Bereits in der Vorbereitung musste PG Farid Sadek am Knie operiert werden und am dritten Spieltag riss bei US Import Davon Roberts ohne Fremdeinwirkung die Achillessehne. Bis zum Ende der Hinrunde gab es keinen Akteur, der nicht wenigstens ein Spiel aufgrund einer Verletzung aussetzen musste. Aber nachdem Ersatz-Import Terrence Williams und Highflyer Dainius Zvinklys richtig fit waren, rockte man die Liga in der Rückrunde. Der zwischenzeitliche Tabellenführer BG Hagen wurde mit 40 Punkten Differenz deklassiert und die späteren Vizemeister und Meister aus Münster bzw. Schalke warf man aus dem Pokalwettbewerb. Im Finale hatte dann der TV Ibbenbüren beim 83:65 keine Chance und der WBV Pokal ging erneut an Grevenbroich.