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Der Riese aus Butzheim ist fast schon eine Institution bei den Elephants, denn nach Basti Becker ist Marvin Kruchen der dienst älteste Dickhäuter. Auf dem Feld hat sich das Spiel des gelernten Centers, der die Leverkusener Basketball Schule durchlaufen hat, in den letzten Jahren nicht wesentlich verändert, aber abseits von Körben und Punkten gab es aus Sicht des 2,10 Meter Mannes in letzter Zeit Wichtigeres. Der im Controlling tätige Betriebswirt ist inzwischen vollständig ins Berufsleben eingetaucht und vor kurzem nun auch mit Freundin Lea in eine gemeinsame Wohnung gezogen. Da haben sich seine Prioritäten geändert und im neuen Jahr hat unsere Nummer 20 dann das Gespräch mit dem Verein gesucht.
Der Regionalliga-Vertrag, der noch bis zum Saisonende lief wurde mit sofortiger Wirkung aufgelöst und Marvin wird ab sofort nur noch für die 3. Herren in der Bezirksliga auflaufen wo die zeitliche Trainingsbelastung um ein vielfaches geringer ist.

In seiner letzten Woche bei der Ersten hat er dann noch einmal mächtig Gas gegeben und damit seine Starting Five Nominierung gegen ART Düsseldorf gerechtfertigt. Ein Sieg in der Overtime war das Ergebnis und nun wird er ab sofort der Dritten dabei behilflich sein, den Aufstieg in die Landesliga unter Dach und Fach zu bringen.
Der Vorstand der Elephants bedankt sich bei Marvin Kruchen für sein Engagement in der Regionalliga Truppe und freut sich, dass der Riese aus Butzheim den Elephants erhalten bleibt.

 

Es gibt Niederlagen, die tun richtig weh. Wie vor gut zwei Wochen das 88:91 in der Verlängerung gegen Herford zum Beispiel. Und es gibt Niederlagen, die sind einfach nicht zu verhindern, belasten darum das Gemüt nur marginal. In diese Kategorie fiel am Samstag die 80:93-Schlappe (Halbzeit 35:57) der NEW' Elephants beim Aufstiegskandidaten WWW Baskets Münster. "Münster hat als Mannschaft eine überragende Leistung geboten und verdient gewonnen", urteilte Grevenbroichs Trainer Hartmut Oehmen gelassen.

Vor allem in der ersten Hälfte agierte der in der Vorwoche von Schalke 04 gestürzte Spitzenreiter, offenbar gepusht von der 64:81-Pleite der Königsblauen im Topduell am Abend zuvor in Hagen, wie im Rausch. "Die haben alles getroffen", stellte Oehmen mit Blick auf die Zweier-Quote von traumhaften 69 Prozent fest. Auch sein Kollege Philipp Kappenstein war vom Auftritt der wie aufgedreht spielenden "Studenten" begeistert: "Das war unsere beste Leistung in dieser Saison." Stellvertretend für die Intensität der Truppe stand die Ausbeute des US-Profis Dallis Johnson, der auf dem Weg zu am Ende 29 Punkten vor dem Seitenwechsel neun seiner zehn Würfen im Korb unterbrachte (12/14 insgesamt). Auf der anderen Seite lief bei den Elephants drei Tage nach dem beglückenden 94:80-Erfolg im Viertelfinale des WBV-Pokals über Schalke rein gar nichts zusammen. Oehmen räumte ein: "Wir waren in der ersten Halbzeit wirklich schwach, haben uns sehr viele Turnovers geleistet."

Zwar fand er ziemlich toll, dass sich auch in Münster keiner seiner Jungs ernsthaft verletzte - der starke Terrence Williams (28 Punkte mit einer Trefferquote von 55,6 Prozent) kam nach einer Kollision mit Dallis Johnson mit einer Rippenprellung davon -, so vollkommen widerstandslos wollten sich die Schlossstädter in der mit mehr als 500 Zuschauern gefüllten Universitätssporthalle am Horstmarer Landweg dann doch nicht abfertigen lassen. Sie sicherten sich sogar die Viertel drei (22:21) und vier (23:15). Dass sie den Vorsprung der Hausherren im vierten Abschnitt, in dem Williams zum 70:81 (35.) traf, nicht noch nachhaltiger kappten, lag in erster Linie an der vernichtenden Bilanz aus der Ferndistanz. Keiner der sowieso nur 14 Versuche von jenseits der Drei-Punkte-Linie führte zum Erfolg. So entpuppte sich eine große Stärke der eigentlich so treffsicheren Elephants letztlich als entscheidender Schwachpunkt. "Ohne Dreier kannst du eine Top-Mannschaft wie Münster, für die ab jetzt jedes Spiel ein Endspiel ist, nicht schlagen", bestätigt Oehmen.

Quelle: NGZ / Dirk Sitterle

 

Es war viel geredet und spekuliert worden im Vorfeld dieser Viertelfinal-Partie zwischen den Elephants und Schalke 04. Würde der Tabellenführer in Bestbesetzung anreisen oder schickt man sogar die 2. Mannschaft, um sich ungestört auf die Liga-Partie in Hagen am Freitag Abend vorbereiten zu können? 24 Stunden vor dem Anpfiff auf der Schalker Homepage dann die Auflösung: "Wir werden in Bestbesetzung antreten, um das Spiel zu gewinnen, aber wir wollen parallel versuchen, die Spieler nicht zu verheizen" so Trainer Raphael Wilder in Abstmmung mit dem Vorstand.
Die Starting 5 der Königsblauen unterstrich um 20.00 Uhr dann genau diese Aussage. Die Namen Alexander, Carney, Mikutis, Agyapong und Janoschek ließen keinen Zweifel daran, dass S04 heute nicht angereist war, um Gastgeschenke zu verteilen und so passte auch der Eröffnungsdreier von Alexander perfekt ins Bild.  Auf der anderen Seite ließ sich Simon Bennett, der heute statt Boksic in der Startformation stand, jedoch nicht lumpen und traf ebenfalls aus der Distanz. Der Pokalfight war eröffnet.
Die Gäste erwischten den besseren Start und führten schnell mit 5:9, doch Dainius Zvinklys hatte etwas dagegen und nur 60 Sekunden später führten die Hausherren mit 13:9. Bis zum 17:17 in der 6. Minute entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, doch ein 8:0 Run, der auch durch eine Schalker Auszeit nicht gestoppt werden konnte, brachte die Gastgeber mit 25:17 in Führung. Schalke keinesfalls schlechter, aber von der Linie ohne Wurfglück (0 von 6 im ersten Viertel). Lediglich auf Routinier Khartchenkov war Verlass, doch die Dickhäuter trafen in dieser Phase traumwandlerisch sicher. Die 32:24 Führung nach dem ersten Viertel war die logische Konsequenz.

Raphael Wilder hatte in der kurzen Pause wohl die passenden Worte gefunden, denn seine Mannen wirkten nun deutlich fokussierter und nur 3 Minuten später hatte man den Rückstand so gut wie aufgeholt (33:31). Doch die Schlossstädter besannen sich nun auf ihre Vortele unter dem Korb. Lenny Jördell setzte sich wie schon gegen ART ein ums andere Mal schön gegen seinen Bewacher auf der Center Position durch und auch Terrence Williams war von seinem Gegenüber nicht in den Griff zu bekommen. Von den Sitzen gerissen wird das Publikum allerdings wieder einmal von einer Zvinklys-Aktion: Als Schalkes Pointguard Christopher Alexander clever einen Pass abfängt und sich alleine auf den Weg zum gegnerischen Korb macht, startet der Litauer wie eine gezündete Rakete hinterher und nagelt den auf dem Weg in den Korb befindlichen Ball mit unglaublicher Gewalt ans Brett. Plötzlich beträgt der Vorsprung 10 Punkte und allein der gerade noch übelst geblockte Alexander hält in dieser Phase die Schalker Farben hoch, indem er 8 von 12 Punkten seines Teams erzielte. Mit 53:42 ging es in die Pause und die gut 400 Zuschauer hatten bislang ein temporeiches, aber sehr faires Spiel gesehen.

Nach dem Seitenwechsel erwarteten die Fans nun das große Ausbäumen des Ligaprimus und Khartchenkov markierte auch die ersten Zähler, doch danach war erst einmal wieder Grevenbroich am Drücker. Man konnte auf der Tribüne förmlich spüren, dass die Jungs sich vorgenommen hatten, hier und heute nichts mehr anbrennen zu lassen. Zvinklys, Jördell und Bennett mit seinem dritten Dreier schraubten das Ergebnis auf 60:44 hoch, doch Schalke hatte sich noch nicht aufgegeben. Nach 26 Minuten hieß es 62:51 und Coach Wilder nahm erneut eine Auszeit, um seinen Jungs noch einmal neu einzustellen. Es entwickelte sich nun ein offener Schlagabtausch in dem beide Teams nahezu jeden Wurf trafen. Abwechselnd wurden bei diesem Run and Gun nun insgesamt 9 Körbe erzielt und nach dem dritten Viertel hatten die Elephants ihre Führung nun auf 75:60 ausgebaut.

Aber auch Münster hatte am vergangenen Samstag zu diesem Zeitpunkt noch geführt, um dann am Ende mit 20 Punkten Differenz den kürzeren zu ziehen und daher sah man auf der Grevenbroicher Bank weder zufriedene noch entspannte Gesichter. Hoch konzentriert ging man weiterhin zu Werke und nach 33 Minuten war der Vorsprung tatsächlich auf 20 Punkte angewachsen. Auf der Tribüne begannen die EleFans nun langsam an die bevorstehende Überraschung zu glauben, doch die Mannschaft blieb weiterhin fokussiert.
Kompromisslos wurde verteidigt, doch Schalke traf nun auch hochprozentig von der Freiwurflinie und so schmolz der Vorsprung auf 85:69 ein wenig zusammen. Die Elephants mussten dem ungeheueren Tempo nun ein wenig Tribut zollen.  Im Abschluss zeigte man sich nicht mehr ganz so konzentriert und Dauerläufer Farid Sadek verließ nach einer überragenden Vorstellung drei Minuten vor dem Ende völlig entkräftet das Spielfeld. Nick Larsen brachte nun etwas Ruhe ins Spiel und man besann sich wieder des erfolgreichen Rezeptes über groß zu spielen. Folgerichtig ging der Ball zu Lenny oder Terrence, die jeweils sicher punkteten und nach 40 Minuten war es tatsächlich geschafft. Die Elephants hatten Tabellenführer Schalke mit 94:80 besiegt und ziehen ins Halbfinale des WBV Pokals ein.

Das Elephants Vorstands-Trio Dr. Frieder Korsten, Hubert Fussangel und Ulrich Weinz strahlte auf der Tribüne um die Wette: "Ein tolles, ein intensives Spiel mit hohem Tempo zu dem alle 21 Akteure, die auf dem Spielberichtsbogen gestanden haben ihren Tel beigetragen haben." so unser Präsident direkt nach dem Schlußpfiff und sein Vize ergänzt: "Glückwunsch an die Mannschaft. Das war eine tolle Energieleistung mit einer sensationellen Trefferquote."

 

Nach den beiden Begegnungen beim Vorbereitungsturnier in Leichlingen sowie dem Hinspiel in Düsseldorf kam es nun bereits zum vierten Aufeinandertreffen der beiden Teams im Laufe dieser Spielzeit. Die ersten drei Partien gingen allesamt verloren und nun drehte sich vor dem Anpfiff alles um die eine Frage: Wird Terrence Williams spielen können oder muss der US Import wie schon in Herford aufgrund seiner Waden Verletzung passen?

Das Warm Up absolvierte der Forward anfänglich ganz alleine indem er versuchte, den Muskel so schonend wie möglich aufzuwärmen und als er nach ca. 20 Minuten signalisierte, dass er erstmals seit 14 Tagen beschwerdefrei sei, gesellte er sich zu seinen Teamkollegen.
Da auch Marko Boksic trotz Hüftprellung spielen konnte, traten die Elephants in Bestbesetzung an und das war gegen den Angstgegner aus der Landeshauptstadt besonders wichtig. Denn schließlich sollte im vierten Spiel endlich der erste Sieg her.

So begann man also mit besten Vorsätzen, doch gekommen ist es dann wieder mal ganz anders als geplant. Die Unparteiischen hatten sich offensichtlich vorgenommen, gleich von Beginn an jede Härte aus dem Spiel zu nehmen und pfiffen relativ kleinlich. Die Folge: Dainius musste nach einem dummen Offense-Foul und einem zärtlichen Stupser bereits nach 2 Minuten wieder auf der Bank Platz nehmen. Wenige Sekunden später nahm auch Terrence Williams nehmen ihm Platz, da ihm mit Marvin Kruchen, der nach einer guten Trainingswoche etwas überraschend in der Startformation gestanden hatte, der eigene Mann mit einer ungestümen Bewegung die Kontaktlinse aus dem Auge gewischt hatte.
Zu diesem Zeitpunkt führten die Gäste bereits mit 0:5, doch Marko Boksic verkürzte nach einer frühen Elephants Auszeit als letzter verbliebener Import auf 4:5. Doch ART hatte mit Kleizas erstem Dreier die passende Antwort sofort Parat und plötzlich stand es 6:12. Mit einem 11:0 Run revanchierten sich die Hausherren jedoch postwendend, so dass man mit einer knappen 19:17 Führung das erste Viertel beenden konnte.

Grevenbroich wechselte nun auf beiden Guard Positionen und brachte das Duo Bennett-Larsen für Boksic Sadek. Seinen großen Auftritt  hatte im nächsten Spielabschnitt allerdings Lennard Jördell. Ein ums andere Mal setzte sich der Center gekonnt gegen seinen Bewacher Kendall Chones durch und markierte somit bis zur Pause insgesamt 15 Punkte. Dass die Gäste dennoch mit einer 37:41 Führung in die Halbzeit gingen verdankten sie einzig und allein ihrem litauischen Scharfschützen Paulis Kleiza, der mit ausgezeichneten Quoten bereits 16 Zähler auf seinem Konto hatte. Dennoch blieb man in der Elephants Kabine ganz gelassen. Die beiden üblichen Topscorer Zvinklys und Williams hatten gemeinsam erst knapp 10 Minuten gespielt und überhaupt noch keinen Punkt erzielt – das würde sich in der zweiten Hälfte garantiert ändern.

Und so war es auch. Gleich nach dem Seitenwechsel traf Dainius von jenseits der Dreierlinie und auch Marko traf gleich darauf aus der Distanz zum 43:45. Aber auch die Düsseldorfer Scharfschützen zeigten nun was sie konnten. Angeführt vom überragenden Kleiza legte man einen sauberen 10:0 Run hin, der nur durch eine Auszeit gestoppt werden konnte. Die Gäste führten mit 45:57 und aufgrund dieser überzeugend herausgespielten 12 Punkte Führung war es in der gut besuchten Halle sehr, sehr leise geworden.
Aber die Schlossstädter hatten sich noch nicht aufgegeben. In unnachahmlicher Manier tankte sich Dainius durch die Abwehrreihen, um das Signal zur Aufholjagd zu markieren und gleich darauf traf der Litauer erneut aus der Distanz (52:57). Doch die Gäste aus der Landeshauptstadt konterten und so ging man mit einem 10 Punkte Rückstand ins Schlussviertel. (56:66)

Erneut war es Zvinklys, der sich als Erster  in Szene setzte. Auf dem linken Flügel tanzte er Kleiza so aus, dass dieser mit verknoteten Beinen zu Boden ging, um anschließend baseline zu ziehen und Max Dohmen mit aller Kraft ins Gesicht zu danken. Der Ex-Grevenbroicher bedankte sich für das Poster mit einem zusätzlichen Foul und Dan ließ sich die Chance auf ein Drei-Punkt-Spiel nicht entgehen.
Im Gegenzug wurde nun kompromissloser verteidigt und die intensivere Gangart der Dickhäuter hatte bei den Gästen anscheinend Spuren in der Psyche hinterlassen. Die bisher von der Linie so sicheren Gäste (83,3%) zeigten bei den Freiwürfen plötzlich Nerven. Kleiza und Dohmen vergaben gleich dreimal in Folge und bei den Elephants hatte nun endlich auch Terrence Williams registriert, dass seine Wade tatsächlich stabil war und er begann zu scoren.
Vier Minuten vor dem Ende dann der viel umjubelte Ausgleich. Dainius war wieder einmal: nur durch ein Foul zu stoppen gewesen und traf beide Würfe sicher zum viel umjubelten 74:74.
Dem Gegner stand das Entsetzen ins Gesicht geschrieben und außer Kleiza und Chones wollte nun niemand mehr Verantwortung übernehmen. Diese beiden waren es dann auch, die die nächsten drei Körbe erzielten und so stand es eine Minute vor dem Ende 78:80. Einwurf unter dem eigenen Korb für Grevenbroich. Jördell auf Sadek, Sadek zu dem an der Mittellinie wartenden Bennett und der Kapitän setzt sich auf der linken Seite kraftvoll gegen Kleiza durch indem er per Korbleger den Ausgleich erzielt. Doch Düsseldorf ist wieder in Ballbesitz. Kleiza schon lange auch als Pointguard tätig täuscht ein Pick`n Roll mit Chones an, läßt sich zurückfallen, um dann über rechts den Korb zu attackieren. Doch der abgesunkene Zvinklys ist hellwach und klärt mit einem Monsterblock. Williams hechtet der Kugel hinterher, wirf Chones an und Grevenbroich hat Ballbesitz. Die Uhr zeigt noch eine Sekunde zu spielen an. Overtime.

Lenny markiert die ersten Punkte, aber Chones ist mit seinen 130 kg unter dem Korb natürlich nicht so einfach wegzudrücken. Der Amerikaner zeigt nun aber plötzlich Nerven an der Linie, doch nun taucht der eine gefühlte Ewigkeit abgetauchte Mostafa auf und markiert das 82:83. Dainius gleicht aus und eine 24 Sekunden Violation bringt die Dickhäuter erneut in Ballbesitz. Williams wird beim Korberfolg gefoult und läßt sich das Drei-Punkt-Spiel nicht entgehen. Chones auf der anderen Seite binnen kürzester Zeit zweimal an der Linie, doch der Lärm in der Halle zeigt selbst bei diesem Pro A erfahrenen Amerikaner seine Wirkung. Nur einer von vier Versuchen findet ins Ziel und Dainius trifft zum 89:84. Kleiza spielt nun beinahe allein gegen alle. Zieht zum Korb und auch er nimmt die möglichen 3 Punkte per Bonuswurf sicher mit 89:87. In der verbleibenden Minute versucht ART nun die Uhr zu stoppen, doch Farid Sadek bleibt eiskalt. 6 von 6 Freiwürfen verwandelt er sicher zum letztendlich mehr als verdienten 95:89.

Coach Hartmut Oehmen war nach dem Schlußpfiff sichtlich erleichtert: „Ein großes Kompliment an die komplette Mannschaft. Heute hat aber auch wirklich jeder seinen Teil zum Sieg beigetragen. Sensationell natürlich Dainius mit 23 Punkten in der zweiten Halbzeit, oder Farid und Terrence mit 11 bzw. 9 Punkten im vierten Viertel. Mann des Tages war für mich aber Lennard Jördell, der mit seinen 19 Punkten gegen diesen gigantischen Chones einen Hammer-Job gemacht hat. Diesen Sieg hat sich das Team nach all den Verletzungen und der tollen Aufholjagd aber auch ganz einfach verdient. Jetzt geht’s am Mittwoch Abend hier im Dome gegen Schalke (WBV Pokal) und wir hoffen natürlich, dass uns die Fans wieder so überragend nach vorne treiben wie heute.“

Am kommenden Samstag wird um 19.30 Uhr in Gustorf die Begegnung gegen ART Düsseldorf angepfiffen. Das sind knapp 48 Stunden nach Beendigung des Abschlusstrainings am Donnerstag Abend. Ob diese Zeitspanne lang genug ist, um die heftig angeschlagenen Marko Boksic und Terrence Williams wieder einsatzbereit zu bekommen ist äußerst fraglich.
Der junge Kroate war in Herford auf dem Weg zum Korb übel zu Boden gestreckt worden. Die dabei erlittene Platzwunde über dem Auge macht keine Probleme mehr, aber die Prellung an der Hüfte schmerzte bislang so sehr, dass am Mittwoch noch nicht an eine aktive Trainingsteilnahme zu denken war. Noch eine ganze Ecke schlimmer hat es Terrence Williams erwischt, denn der US Forward laboriert noch immer an einem Muskelfaserriss in der Wade und da ist nun mal ruhig halten die einzige Möglichkeit auf schnelle Genesung. Beide Akteure nahmen jedoch am umfangreichen Wurftraining teil, so wass sie zumindest in dieser Hinsicht kaum Trainingsrückstand verbuchen mussten.
Coach Hartmut Oehmen sieht die Situation dennoch sehr kritisch: "Markos Schmerzen in der Hüfte nehmen von Tag zu Tag ab und ich denke, dass er Samstag auf die Zähne beißen wird, um gegen Düsseldorf auf dem Feld zu stehen. Bei Terrence stecken wir momentan allerdings in einer echten Zwickmühle, denn niemand kann garantieren, dass der verletzte Muskel bis Samstag komplett verheilt ist und bei extremer Belastung nicht doch wieder Probleme macht. Schonen wir Terrence gegen ART, so könnte sein Fehlen eventuell spielentscheidend sein. Bauen wir auf seine Unterstützung und die alte Verletzung bricht wieder auf, fällt er für mehrere Wochen aus und fehlt uns somit definitiv auch am Mittwoch im Pokal Viertelfinale gegen Schalke. Wir werden den Muskel am Samstag daher im Warm Up langsam versuchen zu belasten und nur wenn Terrence absolut beschwerdefrei ist, wird er auch nach dem Anpfiff auf dem Feld stehen. Zwickt es aber noch in der Wade, hoffen wir, dass er zumindest am Mittwoch wieder richtig mitmischen kann."

Wie wichtig das Mitwirken des neben Dainius Zvinklys besten Scorers der Elephants jedoch sein dürfte verdeutlicht ein Blick auf den Kader des Gegners. Mit zwei Litauern, einem Kroaten und einem Amerikaner stehen dort gleich vier Import-Spieler neben Ex-Elephant Raed Mostafa in der Starting Five und auf der Bank wartet Dohmen-Schermeng-Zimmermann warte zudem noch ein Trio ehemaliger Dickhäuter, die besonders motiviert sein dürften, an ihrer ehemaligen Wirkungsstätte anzutreten.

Besonders motiviert schien in dieser Woche aber auch  Marvin Kruchen. Der 2,10 Meter Mann trainierte ausgezeichnet und machte seinem Center Kollegen Lennard Jördell in allen drei Übungseinheiten das Leben nicht gerade leicht. Der Coach registrierte das hoch erfreut: "Vielleicht hat Marvins verschärfter Einsatz die Jungs ja noch einmal zusätzlich wachgerüttelt, damit jedem bewusst ist, dass er bis an seine Grenze gehen muss, um die Verletzung von Marko und Terrence als Team zu kompensieren."
Die Zuschauer können sich also auf einen heißen Tanz gefasst machen und wer so richtig Bock auf Basketball hat, für den halten die Elephants noch ein ganz besonderes Schnäppchen bereit:
Jeder, der am Samstag im Dome eine Busfahrkarte für die Begegnung am kommenden Samstag beim Tabellenführer Münster erwirbt (15,- €), hat am Mittwoch Abend um 20.00 Uhr beim Pokal-Kracher gegen Schalke freien Eintritt.